Ein positiver Effekt des Burda-Einstiegs bei Xing ist, dass man davon ausgehen kann, dass die Xing-Kriegskassen gefüllt sind oder bei Bedarf gefüllt werden können. Der Aktienkurs ist nach oben gegangen und der von vielen befürchteten Übernahmelust des amerikanischen Karrierenetzwerkes LinkedIn dürfte ein Ende gesetzt sein.
Xing wird uns noch lange als deutsches Unternehmen erhalten bleiben.
Aber Xing wird sich behaupten müssen. Obwohl das deutsche Karrierenetzwerk über starkes Wachstum in Deutschland, Spanien, der Türkei und Asien nicht klagen kann, ist Xing genau da angreifbar, wo LinkedIn offensichtlich besser aufgestellt ist. Denn außer in den oben genannten Ländern stagniert Xing's internationale Expansion.
Und mit dem letzten Update auf die neue Benutzeroberfläche hat man sich bei Xing auch nicht gerade ungeteilte Zustimmung bei der wirklich wichtigen Nutzergruppe der Premiummitglieder und der sogenannten PowerUser erkämpft. Liebe Xing-Verantwortlichen: Es ist nicht wirklich selbstbewusst, wenn man um jeden Preis einfach nur ein wenig mehr nach Facebook aussehen will.
Dann hat natürlich jeder wirtschaftliche Aspekt eines Unternehmens, der die seriös recherchierenden Wirtschaftsmagazine auf den Plan ruft, einen interessanten Nebeneffekt: Man erfährt mal wieder reale Zahlen über ein Unternehmen: Danke WiWo!!
Gewinn 3. vJ 2011: 344 000 Euro (das Ergebnis war durch Investitionen stark belastet).
das waren 1,4 Mio. Euro weniger als im Vorjahr.
Umsatzplus im Vorjahresvergleich um 27 % auf 11,7 Mio. Euro.
Woher kommt das Umsatzwachstum? 10 Mio. Euro im Quartal 3 alleine durch 662 000 Premium-Mitglieder (x 6 €uro/Monat).
Plus bei den Premium-Mitgliedern: Die Zahl stieg innerhalb des vergangenen Jahres um 149 000.
Gesamtzahl Mitglieder: 8,3 Mio. Davon 3,6 Mio. Mitglieder im überwiegend deutschsprachigen Teil Europas: Deutschland, Österreich und Schweiz.
Top Hintergrund Information: Wirtschaftswoche - Burda beteiligt sich an Xing